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Römerstadt AGUNTUM
Aguntum war die einzige römische Stadt auf dem Gebiet des heutigen Tirols.
Unter Kaiser Claudius Mitte des 1. Jh. n. Chr. zur Stadt erhoben reichte das Einflussgebiet
von Aguntum bis zum Felbertauern im Norden, im Westen bis ins Pustertal, im Osten bis nach Kärnten
und im Süden bis zu den Übergängen ins Gailtal und zum Kreuzbergsattel.
Seit dem 16. Jahrhundert hört man immer wieder von römischen Funden aus Aguntum: Im Volksmund entstand
damals eine ungewöhnlichen Bezeichnung für die Ruinen:
"Zwergenstadt oder Zwergelstadt"!
Der Grund dafür war, daß von den römischen Gebäuden nur mehr die niedrigen Gewölbe und Gänge des Zwischenbodens der Fußbodenheizung
(Hypokaust-Heizung) erhalten waren. Und diese "Räume" konnten eben nur Zwerge bevölkert haben.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden in Aguntum archäologische Ausgrabungen durchgeführt.
Die Ausgrabungsstätte befindet sich ca. 4 km von Lienz entfernt auf dem Gemeindegebiet von Dölsach.
Besonders sehenswert ist die Ausgrabung der großzügigen Thermenanlage und das Atriumhaus.
Ein Kuriosum ist die Stadtmauer von Aguntum: Nur auf einer Seite der Stadt angelegt, hatte Sie wohl eher
eine repräsentative Aufgaben ohne jegliche strategische Bedeutung.
Im neu erbautem Museum neben der Ausgrabung Aguntum erwartet Sie ein beeindruckendes Bild der Kultur und Zivilisation
der Römerzeit in den Alpen. Kleidung, Reliefs, Keramik, Schmuck, Münzen usw.
Bei eine Besuch Aguntums sollte man auf keinen Fall die Ausgrabung im naheliegenden
Lavant (Fluchtburg und Bischofsitz) versäumen.

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